Studio

Das Herzstück meines kleinen Homestudios ist die Akai MPC Renaissance. Die typische, unverwechselbare Haptik der MPC garantiert mir einen einzigartigen Workflow – es gleicht einem Musikinstrument. Vom Drumset bis zum Arrangement, alles auf einem Gerät.  Mit dem Komplete Kontrol m32 Keyboard von Native Instrument steuere ich die VST-Instrumente. 

Keine herumfliegenden Kabel, keine überflüssigen, ungenutzten Geräte, alles beschränkt sich auf das Wesentliche. Die räumliche Umgebung, stilistisch angelehnt an den Minimalismus inspiriert mich.

Rückblick

*1986-1999

 Anfang der neunziger, zu meinem fünften Geburtstag schenkte mir meine Nachbarin eine Kassette des legendären Albums „Thriller“ von Michael Jackson. Diese Kassette lief in meinem Kassettenrecorder über meine gesamte Kindheit rauf und runter. Ende der Neunziger besuchte ich regelmäßig das Musikfachgeschäft „Music“ in der Birnbaumpassage in Stade, in dem unsere Eltern schon ihre Tonträger kauften. Wenn das Taschengeld alle war, schaute ich auch einfach nur zum Reinhören neuer Tonträger vorbei, denn zu dieser Zeit spielte das Internet noch eine Nebenrolle. Meine Auswahl reichte von Limp-Biskuit, Cypress-Hill bis hin zu Rage Against the Machine – musikalisch eine Mischung aus Metall und Rap. Diese Musik inspirierte mich und so kam ich vom kindlichen Gitarrenunterricht zum Hip-Hop. 

Der längere Wunsch, mit anderen Jugendlichen eine Band zu gründen, hatte sich von nun an erübrigt. Nun war ich auf mich alleine gestellt. Ich übte mich im Texte Schreiben, kaufte mir die erste BACKSPIN und versuchte mich im Graffitspraying. Über diesen Weg lernte ich neue Freunde kennen und wir besuchten die ersten HIPHOP-JAMS. Wir trafen uns regelmäßig zum „open mic“ in verrauchten Kellern und in einigen Bars und Clubs unserer Kleinstadt. Es fühlte sich so an, als wären wir alle eine große Kommune. Von ihnen bekam ich eine gecrackte Version „Fruityloops“, die ich auf einen alten, ausrangierten 4/86 Computer mit 166mb Arbeitsspeicher und Windows 95 als Betriebssystem installierte. Ich bediente mich diverser Schallplatten und CDs meiner Mutter zum Sampling und übte mich täglich viele Stunden bis in die späte Nacht im „Beats bauen“. Zu Weihnachten bekam ich von meiner Mutter das erste hochwertige Sennheiser-Mikrofon. Von nun war ich auf dem Schulhof bekannt unter dem Namen „Bruder Jakob“ und ich feilte an meiner „realness“.

2004

Die Musik hat ab dieser Zeit mein Leben dominiert, die Schule war nebensächlich. Ich begann eine Ausbildung zum Tischler und kaufte mir von meinem Ausbildungsgehalt den legendären Drumcomputer AKAI-MPC 2000 in einem leicht defekten Zustand – das Gerät hatte einen Displayschaden. Trotz alledem brachte mich die MPC musikalisch auf ein anderes Level, so sahen es auch meine „Homies“ und wir erfanden den Namen „NORDMONOPOL“ (viele Grüße an Steve).

Wir wurden mehr und verloren uns aus den Augen. Später, in einer anderen Konstellation, organisierten wir unsere ersten eigenen Auftritte und füllten das „Fundbureau“, einen Club in Hamburg Altona mit 300 Gästen.

2008

Ende der 2010er war ich musikalisch an meinem Höhepunkt angekommen, das erste Studio-Album wurde fertiggestellt. Das Mastering erfolgte unter der Anleitung von Stefan Rose aus Stade. Aus finanziellen Gründen und der Scheu vor dem immer weiter voranschreitenden Musikdownloadmarkt im Internet wurde das Album nie veröffentlicht. Die Arbeit in der Tischlerei hatte einen höheren Stellenwert eingenommen… 

der jakobsweg (in Arbeit)

Zeitgerecht (IN ARBEIT)

Hoffnungslos (IN ARBEIT)

Ein Mann EIn Wort (IN ARBEIT)

Keiner Hat es einfach (IN ARBEIT)

Kapitalismus (IN ARBEIT)

Zeig mir wer du bist (IN ARBEIT)

Keine Chance (IN ARBEIT)

2013

Nach einer längeren Kreativpause, produzierte ich wieder einige Beats. Inzwischen bekam die MPC 2000 einen weiteren Defekt, das Motherboard war hinüber und das Speicherformat von 2MB schränkte meinen Handlungsspielraum zunehmend ein. Ich arbeitete vorübergehend mit Cubase, Keyboard und einem Midi-Instrument dem AKAI MPD 24.

2017

Durch das computerlastige Musizieren verlor ich den Reiz am Produzieren. Daher entschied ich mich für einen Neustart mit der Anschaffung des Hybrid-Drumcomputes AKAI MPC-Renaissance. Die alten Textbücher erinnern mich an damals doch die Freude an der Musikproduktion ist bis heute geblieben.

 

2020

Mein Musikgeschmack hat sich im Laufe der letzten Jahre sehr verändert, das hört man auch an einigen Stellen in meiner Musik. Aktuell arbeite ich mit VST-Plugins der Marke KONTAKT-Native Instruments. Dem Sampling bin ich grundsätzlich nicht abgeneigt aber ich komponiere am liebsten selbst. Ich lege mich ungerne fest, lasse mich von vielen Musikrichtungen inspirieren, daher würde ich meine Musik heute als genreübergreifend beschreiben. 

 

Kontakt

Jakob Thomsen

Wittmunder Straße 40, 28219 Bremen 

mail@nordmonopol.de

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